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Was ist Tinnitus?
Tinnitus ist ein Sammelbegriff für Ohrgeräusche aller Art, für Töne in Form von Rauschen, Pfeifen, Zischen, Summen oder Läuten. Jeder 10. Bundesbürger kennt sie, das sind mehr als 8 Millionen Betroffene. Für den einen sind sie nur lästig, für den anderen eine wesentliche Beeinträchtigung. Für einige Mitmenschen werden die Ohrgeräusche über die Zeit so quälend, dass mitunter sogar Arbeitsunfähigkeit eintritt und das Leben nicht mehr lebenswert erscheint. Mehr als 1 Million Bundesbürger suchen ärztliche und anderweitige Hilfe. Mitunter werden sie dabei auch Opfer dubioser Therapieangebote.
Was den Umgang mit Tinnitus für die Betroffenen weiterhin schwierig macht, ist, dass das Leiden nicht richtig fassbar ist. Man hört ja Töne, die objektiv gar nicht da sind. Das begreift die Umwelt oft nicht und neigt zum Bagatellisieren und zu Unverständnis.
Tinnitus - ein Phänomen unserer Zeit
Tinnitus gab es zu allen Zeiten. Schon das Wort stammt aus dem Lateinischen, die alten Römer kannten Tinnitus und auch die Ägypter. Gleichwohl hat die Häufigkeit von Tinnitus in den letzten Jahren und Jahrzehnten enorm zugenommen. Dies ist zweifelsfrei auch ein Ergebnis unserer lärmbelasteten Umwelt. Krach und Dauerlärm schädigen das Gehör. Insbesondere auch Nikotin führt zu Durchblutungsminderungen im Innenohr und damit zum Absterben von Hörzellen. Und auch der sorglose Umgang mit Walkman und Kopfhörern tut sein übriges. Daher sind auch immer mehr Jugendliche unter den Betroffenen.
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Eng verwandt: Hyperakusis
Hyperakusis bezeichnet eine Überempfindlichkeit gegen an sich normal lauten Tönen. Schon ein Konzert- oder Kinobesuch, der früher Freude gebracht hat, wird für die Betroffenen unerträglich. Viele beginnen, sich Watte in die Ohren zu stopfen, was das Leiden in der Folge nur noch schlimmer macht. Hyperakusis kann man gut behandeln. Fragen Sie uns.
Akut – Chronisch
Als akut bezeichnet man den plötzlich auftretenden Tinnitus, z.B. nach einem Knalltrauma (Pistolenschuss, Silvesterböller, Disco-Besuch u.ä.). Wenden Sie sich umgehend an Ihren HNO-Arzt, insbesondere, wenn der Tinnitus mit einem plötzlichen Hörverlust, auch als Hörsturz bekannt, einher geht. Hier sind unter Umständen Infusionstherapien angezeigt. Auch die Behandlung in einer Sauerstoff-Druckkammer kann sinnvoll sein. Das sofortige Handeln ist hier wichtig, denn bereits nach 6 Wochen spricht man von einem chronischen Tinnitus. Dieser ist jedenfalls deutlich schwieriger zu behandeln.
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